Amina Darwish

DARE – Democratic Alliance for Rights & Equality   

Liste 16 | Listenplatz 2

Als palästinensische Frau sehe ich, dass meine Community und ich in München gezielt aus sozialen und politischen Räumen ausgeschlossen werden. Unsere Existenz wird kriminalisiert und unsere politische Arbeit delegitimiert.
Als Beschäftigte im Gesundheitswesen alarmieren mich die andauernden Einsparungen und Kürzungen in frauendominierten Arbeitsbereichen sowie der Gesundheitsversorgung und der sozialen Absicherung.
Als Migrantin weiß ich nur zu gut, wie sehr wir in dieser Stadt strukturell benachteiligt werden: durch fehlenden Zugang zu Informationen über unsere Rechte, durch Sprachbarrieren und durch die Abwertung von Berufen und Arbeitsbereichen, in denen überproportional viele Migrant:innen arbeiten.
Ich bin überzeugt, dass all unsere Kämpfe miteinander verbunden sind und wir Unterdrückung und Ausbeutung nur gemeinsam überwinden können. Dafür braucht es Solidarität und migrantische Selbstorganisation. Ich will unsere unterschiedlichen Communities in Kontakt zueinander bringen, Netzwerke der Solidarität aufbauen und gemeinsam für unsere Rechte in dieser Stadt kämpfen.

Meine Ziele

• Migrantische Organisationen stärken – migrantische Initiativen mit Räumen, Ressourcen und verlässlicher Förderung ausstatten; Rassismus und Repressionen gegen politische Arbeit von Migrant:innen bekämpfen.
• Migrantische Mitsprache durchsetzen – verbindliche Beteiligung migrantischer Communities an politischen Entscheidungen in München.
• Solidarische Netzwerke aufbauen und stärken – ein stadtweites politisches Bündnis für marginalisierte Gruppen schaffen.

UNSERE STADT. UNSERE RECHTE. UNSERE STIMME

Ich möchte einen Migrationsbeirat, der migrantische Communities vereint, der sich einmischt. Der Druck macht. Der Ungerechtigkeit widerspricht. Der bestehende Verhältnisse herausfordert

ZU TEUER ZUM LEBEN? WIR WEHREN UNS

Mieten runter. Nahverkehr kostenlos. Soziale Infrastruktur ausbauen.

Ich kämpfe für bezahlbaren Wohnraum, einen kostenlosen öffentlichen Nahverkehr und mehr soziale, kulturelle und sportliche Angebote – gerade in den Vierteln, in denen sie am dringendsten gebraucht werden

UNSERE KINDER HABEN RECHTE - AUCH AUF IHRE FEIERTAGE.

Gleiche Bildungschancen. Respekt vor religiöser Vielfalt.

Warum soll ein Kind an einem seiner wichtigsten religiösen Feiertage eine Schulprüfung schreiben müssen?

Ich setze mich dafür ein, dass Schulprüfungen nicht auf religiöse Feiertage gelegt werden.

Außerdem kämpfe ich für mehr kostenlose Bildungs-, Freizeit- und Jugendangebote – besonders dort, wo sie am dringendsten gebraucht werden, und für eine starke Unterstützung migrantischer Kinder, Jugendlicher und Familien.

RASSISTISCHE POLIZEIGEWALT? NICHT MIT MIR.

Racial Profiling stoppen. Polizeigewalt aufklären. Betroffene schützen.

Wenn ein kurdischer Junge von der Polizei angeschossen wird, darf die Antwort nicht sein, dass wir einfach zur Tagesordnung übergehen.

Ich fordere unabhängige Aufklärung, Konsequenzen und echte Schutzmechanismen gegen rassistische Polizeigewalt.

Öffentliche Einrichtungen und staatliche Behörden brauchen verbindliche Antirassismus-Trainings – mit migrantischen Trainer:innen und aus den Perspektiven derjenigen, die Rassismus selbst erleben.

KEIN SICHERER AUFENTHALT? TROTZDEM GLEICHE RECHTE.

Migrantische Frauen sind keine Menschen zweiter Klasse.

Gerade Frauen in Asylverfahren oder mit unsicherem Aufenthaltsstatus verlieren immer wieder Zugang zu Bildung, Beratung und Unterstützung und sind vermehrt Gewalt ausgesetzt.

Ich akzeptiere nicht, dass Rechte von Geschlecht oder Aufenthaltsstatus abhängig gemacht werden.

Ich kämpfe für Schutz vor Gewalt, Zugang zu Bildung und Beratung, soziale Sicherheit und ein selbstbestimmtes Leben für alle Frauen – unabhängig von Pass und Aufenthaltstitel.

AUSBEUTUNG? NICHT IN MEINEM NAMEN.

Migrantische Menschen halten München am Laufen – und verdienen Respekt und faire Bedingungen.

Ich akzeptiere nicht, dass Menschen aufgrund ihrer Herkunft schlechter bezahlt, ausgebeutet oder in unsichere Arbeitsverhältnisse gedrängt werden.

Ich kämpfe für faire Löhne, sichere Arbeitsbedingungen, die Anerkennung ausländischer Abschlüsse und Schutz vor Ausbeutung.

MÜNCHEN SAGT „PARTNERSCHARECH- ICH SAGE: MENSCHENRECHTE.

Städtepartnerschaften sollen Solidarität mit den Unterdrückten zeiRECH– nicht mit denen, die Unterdrückung ausüben.

München unterhält seit 2021 eine Städtepartnerschaft mit Be’er Sheva.

Ich fordere die Beendigung dieser Städtepartnerschaft.

Für mich bedeutet internationale Zusammenarbeit nicht, politische Verantwortung auszublenden. Menschenrechte müssen auch für die Menschen gelten, deren Stimmen in solchen Beziehungen oft nicht gehört werden.

UNSERE KÄMPFE HÄNGEN ZUSAMMEN.

Gegen Rassismus. Gegen Ausbeutung. Gegen soziale Spaltung.

Ich möchte sichtbar machen, wie unterschiedliche Formen von Unterdrückung und Diskriminierung miteinander zusammenhängen. Als migrantische Frauen erleben wir häufig mehrere Formen von Benachteiligung gleichzeitig – aufgrund unserer Herkunft, unseres Geschlechts oder unseres Aufenthaltsstatus. Gleichzeitig betreffen Ausbeutung am Arbeitsplatz, soziale Kürzungen und unsichere Lebensbedingungen auch viele Menschen, die selbst keine Rassismuserfahrungen machen.

Ich möchte dazu beitragen, diese Zusammenhänge sichtbar zu machen und ein gemeinsames Verständnis dafür zu stärken, wie Rassismus, patriarchale Unterdrückung, Ausbeutung und soziale Ungleichheit ineinandergreifen und sich gegenseitig verstärken können.

Der Rechtsruck, soziale Kürzungen und die zunehmende Ausgrenzung bestimmter Bevölkerungsgruppen stehen für mich nicht isoliert nebeneinander. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass wir diese Entwicklungen gemeinsam verstehen, unsere Kämpfe miteinander verbinden und solidarisch für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen, gleiche Rechte und soziale Gerechtigkeit eintreten.

Denn unsere Erfahrungen sind unterschiedlich, aber wir müssen uns nicht gegeneinander ausspielen lassen. Gemeinsam können wir die Verhältnisse verändern, die uns benachteiligen und unsere Rechte einschränken.

ICH WILL KEINE STIMMEN ERSETZEN. ICH WILL SIE HÖRBAR MACHEN.

Ich verstehe meine Rolle im Migrationsbeirat nicht als politische Vertretung, die stellvertretend für migrantische Communities spricht oder Entscheidungen für sie trifft. Ich möchte vielmehr ein Sprachrohr für die Menschen sein, die sich einbringen, ihre Anliegen teilen und gemeinsam nach Lösungen suchen.

Dafür möchte ich regelmäßige Treffen und Räume schaffen, in denen wir miteinander ins Gespräch kommen, Probleme gemeinsam benennen, Ideen entwickeln und überlegen, wie wir Veränderungen erreichen können.

WIR SIND MEHR ALS UNSERE ARBEITSKRAFT.

Mir ist es wichtig, migrantische Menschen durch regelmäßige Treffen und Workshops zu stärken und zu empowern – in einem offenen, transparenten Rahmen, in dem Wissen geteilt wird und alle nachvollziehen können, wie Entscheidungen entstehen und welche Möglichkeiten der Mitgestaltung es gibt.

Ich möchte Räume schaffen, in denen wir uns gemeinsam bewusst machen, wie wertvoll unser Beitrag für das Leben in München ist. Wir sind nicht nur Arbeitskräfte. Wir sind Menschen, Nachbar:innen, Eltern, Kolleg:innen und Teil dieser Stadt. Wir gestalten München jeden Tag mit – sozial, kulturell, wirtschaftlich und politisch.

Ich möchte dazu beitragen, dass migrantische Menschen den Wert ihrer eigenen Erfahrungen, ihrer Perspektiven und ihres Engagements erkennen, ihre Rechte kennen und den Mut entwickeln, diese selbstbewusst einzufordern. Denn Empowerment bedeutet für mich nicht, Menschen eine Stimme zu geben, die sie längst haben, sondern gemeinsam dafür zu sorgen, dass ihre Stimmen gehört werden und sie ihre Stadt aktiv mitgestalten können.

Ich möchte die Anliegen, Perspektiven und Forderungen aus der Community in den Migrationsbeirat tragen – und mich dafür einsetzen, dass sie dort Gehör finden.

Denn ich möchte nicht für die Menschen entscheiden, sondern gemeinsam mit ihnen überlegen, kämpfen und verändern.

ÜBER UNS? NICHT OHNE UNS.

Migrantische Menschen sollen nicht nur angehört werden. Sie sollen mitentscheiden.

Ich will keine Politik, die über migrantische Menschen spricht, ohne migrantische Menschen einzubeziehen.

Ich möchte migrantische Selbstorganisationen, Vereine und Initiativen stärken und kämpfe für Räume, Ressourcen und echte politische Mitsprache.

Denn ich weiß selbst, was unsere Communities brauchen. Und ich weiß, dass wir gemeinsam mehr erreichen können.

WER HIER LEBT, SOLL AUCH MITENTSCHEIDEN DÜRFEN.

Wahlrecht für alle – unabhängig vom Pass.

Ich setze mich für ein Wahlrecht für alle Menschen ein, die in München leben und hier ihren Lebensmittelpunkt haben – unabhängig von ihrer Staatsangehörigkeit und ihrem Pass. Das gilt für mich ausdrücklich auch für die Stadtrats- und Landtagswahlen.

Wer hier lebt, arbeitet, Kinder großzieht und diese Stadt mitgestaltet, muss auch das Recht haben, über ihre politische Zukunft mitzuentscheiden.

Ich möchte mich dafür einsetzen, dass alle Menschen, die von politischen Entscheidungen betroffen sind, auch demokratisch an ihnen mitwirken können. Denn echte Teilhabe darf nicht von der Staatsangehörigkeit abhängen.

Wer hier lebt, muss auch mitbestimmen dürfen. Eine Demokratie, die Menschen dauerhaft ausschließt, obwohl sie Teil dieser Gesellschaft sind, bleibt unvollständig.

ICH WILL NICHT NUR MITREDEN.

ICH WILL VERÄNDERN.

Gegen Rassismus. Gegen soziale Ausgrenzung. Gegen Repression.

Für gleiche Rechte. Für soziale Gerechtigkeit. Für echte Teilhabe.

MÜNCHEN IST UNSERE STADT.

UND ICH MISCH MICH EIN.